Lagerung

Der Bärlauch, der zum Sammeln bestimmt ist, wächst leider nur ein Teil des Jahres. In dieser Zeit können wir die Heilwirkungen satt genießen. Aber was ist mit dem Rest des Jahres? Vor allem im Winter braucht man Vitamine oder Antioxidans. Zum Glück können wir uns über die außergewöhnlichen Wirkungen des Bärlauchs freuen, nachdem er verblüht – es ist jedoch möglich, ihn zu lagern. Unten stellen wir die häufigsten Möglichkeiten vor, wie man Bärlauch für die spätere Verwendung lagern kann.

barlauch-blatt

Wenn Sie die Blätter nur einige Tage lagern wollen, legen Sie sie in ein feuchtes Geschirrtuch (oder Staniol, Alufolie, Plastiktüte) und nachfolgend in den Kühlschrank. Ebenso können Sie die Blätter in ein Glas mit Wasser stellen und in den Kühlschrank geben. Der so eingelegte Bärlauch hält im Kühlschrank bis zu fünf Tage.

Wenn Sie jedoch eine große Ernte haben, ist es gut, den Bärlauch in die Tiefkühltruhe, beziehungsweise in Öl einzulegen. Man kann auch Butter, Paste oder Tinktur davon zubereiten.

Warnung: Bei allen unten angeführten Verfahren der Lagerung ist es wichtig, die Bärlauchblätter auszulesen (welke Blätter aussondern), zu waschen und nachfolgend ordentlich zu trocknen . Am besten ist es, jedes Blatt gesondert zu trocknen.

Einfrieren

Zuerst soll man die Bärlauchblätter oder die ganzen Pflanzen reinigen und aussondern. Nachfolgend waschen, trocknen und hacken wir sie. Wir packen sie in eine Plastiktüte (geeignet sind auch kleine Reißverschluss-Beutel) und weiter lagern wir sie in der Tiefkühltruhe bei 18°C ein.

TIPP: Die Blätter hacken Sie fein und geben Sie sie in Silikonförmchen für Eis hinein. Legen Sie das Förmchen in eine Plastiktüte und frieren Sie sie wie im vorherigen Fall ein. Ein Vorteil dieser Möglichkeit ist es, dass Sie sich im Bedarfsfall nur eine erforderliche Menge auftauen können.

Einlegen des Bärlauchs in Öl

Diese Weise empfehlen wir auch trotz der anspruchsvolleren Zubereitung. Der Vorteil ist, dass Sie sie aus den Gefrierboxen leicht aus dem Glas abnehmen, und zwar immer nur die erforderliche Menge. Das Öl ist wird auch angenehm durch das Knoblauchöl durchgedrungen sein. Der so eingelegte Bärlauch ist sofort zur Zubereitung bereit.

  • Die Bärlauchblätter lesen wir aus (die trockenen Blätter sondern wir aus) und waschen sie ordentlich. Am wichtigsten ist es, die Blätter abtropfen zu lassen und sie nachfolgend sorgfältig – jedes gesondert – abtrocknen zu lassen. Die Trocknung ist sehr wichtig, weil, wenn Ihnen etwas auf den Blättern bleibt, kann das nachfolgend die ganze Flasche mit dem eingelegten Bärlauch verderben. Zur Trocknung haben sich Papiergeschirrtücher bewährt.
  • Ein weiterer Schritt ist das Hacken – Schneiden. Wir nutzen ein scharfes Edelstahl- oder Keramikmesser. Sie können jedoch auch eine spezielle Schere nutzen, die für Kräuter bestimmt ist. Weiterhin soll man nur den so geschnittenen Bärlauch ins Glas einlegen.
  • Das Einlegen ins Glas hat jedoch bestimmte Regeln. Vor diesem Schritt empfehlen wir, die Hände ordentlich zu waschen. Beim Einlegen gehen wir so vor, dass wir den Bärlauch so in eine Glasflasche stopfen, dass zwischen den Blättern keine Luft bleibt. Nach 1 bis 2 cm starken Schicht des gestopften Bärlauchs gießen wir ein bisschen Öl zu. So fahren wir mit der Schichtung bis zum Flaschenverschluss fort. Die letzte Bärlauchschicht übergießen wir so mit Öl, dass der Bärlauch völlig eingetaucht ist.
  • Das Glas schließen wir sorgfältig und legen es in die Tiefkühltruhe.

Bärlauchpaste

Bärlauchpaste wird aus 100 g Bärlauchblättern, 100 ml Öl und 10 g Salz zubereitet. Ausgelesene, gereinigte und getrocknete Blätter mixen wir mit Öl und Salz. Nachfolgend geben wir die Paste in Fläschchen und lagern diese im Kühlschrank. Geschlossen Paste halten im Kühlschrank bis zu einem Jahr.

Kräuterbutter

Das Rezept für die Kräuterbutter aus Bärlauch ist einfach und das Ergebnis lohnt sich! Wir brauchen ein Stück Butter (250 g), 100 g Bärlauch (Blätter) und Salz nach Geschmack. Die weiche Butter mit den ausgelesenen, gereinigten, gewaschenen und abgetrockneten Bärlauch mixen wir mit Salz in eine Kräuterbutter mit feiner Konsistenz. Die so entstandene Butter geben wir in Förmchen und lassen sie abkühlen. Wenn wir die so hergestellte Butter bald verbrauchen, können wir sie im Kühlschrank aufbewahren. Manch einer macht jedoch aus der Butter eine Rolle, die er in die Tiefkühltruhe gibt, und im Bedarfsfall schneidet er von dieser Rolle nur eine notwendige Menge ab.

Das ausführlichere Rezept finden Sie auf der Seite: Bärlauchbutter

Herstellung von Tinkturen

Die Herstellung der Alkoholtinktur aus Bärlauch ist nicht zeitaufwendig und ist für inneren Gebrauch geeignet.

  • Mit frischen, gereinigten und fein geschnittenen oder zerrissenen Bärlauchblättern füllen wir etwa ein Viertel bis die Hälfte eines Gläschens oder einer Glasflasche. Beim freien Legen können wir die Flasche ganz füllen.
  • Den Inhalt übergießen wir bis zum Rand mit Alkohol und schließen sie. Den Alkohol wählen wir so, dass uns dann die Tinktur nachfolgend passt, und dass es genügend stark ist. Meistens wird Wodka oder ein anderer Schnaps genutzt (Sliwowitz, Birnenschnaps) im Umfang von 40 – 50% Alkohol.
  • Die geschlossene Flasche lassen wir an einem warmen und hellen Ort stehen (nicht in direkter Sonne) etwa 14 Tage (kann auch länger sein). Wichtig ist es, täglich die Flasche ordentlich durchzuschütteln. Die sich innerhalb befindenden Kräuter werden ordentlich mazeriert.
  • Nach mindestens 14 Tagen seihen wir die Tinktur ab, die aufgesaugten Kräuter pressen wir aus und den Alkohol gießen wir am Besten in eine dunkle Flasche um. Nachfolgend legen wir die Tinktur an einen dunklen und kühlen Ort (Kühlschrank).

Die Tinktur geben wir in Form von Tropfen. Wir nutzen sie bei Beschwerden mit der Verdauung, bei Erkältungen und auch bei verschleimten Atemwegen.

Dosierung: 3x täglich 10-20 Tropfen, ungeeignet für Kinder, Schwangeren und stillenden Frauen.

Bei einer kleineren Dosierung können wir sie präventiv einnehmen.

Man soll auf den Bärlauch Acht geben, wenn man allergisch auf Allicin sind, wenn uns ein schwächerer Magen, Gallenblase oder Bauchspeicheldrüse quälen.

Allzu viel ist ungesund – nutzen wir ihn also in Maßen

Weitere Informationen über Bärlauch: